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von Otmar Richter

Exponate des Sporttauchermuseums Wendenschloß

Gehäuse für eine „pentaconsix TL“


Die Tätigkeit für das Sporttauchermuseum bringt es mit sich, dass man sich mit einigen interessanten Exponaten und deren Geschichte intensiver beschäftigt. Das Ergebnis solcher Studien ist dann oft Wissen, das man durch unsere schnelllebige Zeit mit der alles überwuchernden Digitalisierung längst vergessen hatte. Kurz vor der Wende im Jahre 1988 entstand dieses Gehäuse für eine „pentaconsix TL“ (Eigenbau: Otmar Richter).

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Grundkörper (Abb.1) sowie komplettes Gehäuse mit Tubus, Deckel, Blitzgehäuse und Schrägeinblick (Abb.2)

Der Grundkörper ist maßgeschneidert für die Kamera und besteht aus V2A (Er wurde mit Hilfe von Bernd Papenfuß geformt und geschweißt). Tubus, Deckel, Blitzgehäuse und Schrägeinblick mit einem großen 60°-Prisma und einer Linse zur Vergrößerung des 6x6cm großen Sucherbildes sowie einer Schreibtafel für UW-Notizen sind aus PVC gefertigt und mit Calloplast geklebt. Der Schrägeinblickkörper ist unter Wasser abnehmbar, um auch eine senkrechte Draufsicht auf das Sucherbild zu ermöglichen (Abb.3).

In der Draufsicht erkennt man auch die Benutzung der Original Six-Oberplatte einschließlich der Bedienung für den Aufzug, die Zeiteinstellung sowie die Befestigung des Lichtschachts, sodass auch äußerlich der „Six-Charakter“ erhalten bleibt.

Im Tubus ist Platz für die Objektive f=80 oder f=65 mit den jeweils identischen Adaptern für Entfernung und Blende, die übrigens bei allen meinen Gehäusen der SIX-Reihe gleicher Ausführung sind, um so die Objektive dieser Kamera vom Biometar bis zum Flektogon ohne Umbau in jedem Gehäuse benutzen zu können.

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Schrägeinblickkörper In der Draufsicht erkennt man die Benutzung der Original Six-Oberplatte

Kurt Rabe (Schwerin), experimentierfreudiger und hervorragender Unterwasserfotograf, berechnete 1975/76 elf Linsensysteme für Weitwinkelvorsätze – heute sagt man wohl Weitwinkel-Konverter - vornehmlich für das SIX-Objektiv 2.8 / 80. Ich entschied mich für einen Drei-Linser.

Pentaconsix
SIX-Objektiv „Biometar“ 2.8/80 von Carl Zeiss Jena mit Weitwinkelvorsatz f=85 (Eigenbau) nach Kurt Rabe (Schwerin)
1 Linse: -6,0 Dioptrie (vergütet)
2 Linse: -18,0 Dioptrie
3 Linse: +11,8 Dioptrie (vergütet)
Bildwinkel = 100° bei vollem Format 6x6cm

Nach Beratung in einer Berliner Glasschleiferei in der Grünberger Straße, der Firma Gueridon, wurden dort die Linsen hergestellt (geschliffen und zwei davon vergütet). Das Ganze kostete nicht mal 100 DDR-Mark.

Der Körper mit den berechneten Linsenabständen ist aus PVC gefertigt und geklebt. Auf die Installation eines Domports – früher als gewölbte Frontscheibe oder Kalotte bezeichnet - wurde zunächst verzichtet. Abblenden auf Blende 5.6-8 genügt, um die leichten Unschärfen in den Bildecken zu vermeiden.

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Hinteransicht mit geöffnetem Deckel mit 4 Akkus (a 1,2V), 2 Schaltern und 2 Kabeldurchführungen

Der Elektronenblitz, ein Systemblitz mit der Bezeichnung „PRAKTIKA B 200“, ist mit einem Pilotlicht in einem PVC-Gehäuse untergebracht, das mit einer gewölbten Frontscheibe (Kalotte) zur besseren Streuung versehen ist.

Das Gesamtgewicht des Gehäuses einschließlich Kamera und Blitz beträgt 7,5 kg über Wasser und hat unter Wasser einen Abtrieb von ca. 250g, liegt also gut in der Hand.





Tauchermuseum beteiligte sich am Museumstag 2016 Der Tauchsportklub Adlershof im ProSport Berlin e.V. beteiligte sich mit seinem Museum am 22. Mai 2016 am 39. Internationalen Museumstag (IMT). Uwe Scholz führte interessierte Taucher und Nichttaucher durch das vereinseigene Museum. Als neue Ausstellungsstücke konnte das Sporttauchermuseum eine Vielzahl von Eigenbaugeräten des Meeres- und Polarforschers Dr. Martin Rauschert präsentieren, z.B. Kameragehäuse aus den 1950iger Jahren. [mehr]

Abtauchen in Wendenschloß (Berlin-Köpenick) Wendenschloß liegt im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick etwa dreieinhalb Kilometer von der Altstadt Köpenick entfernt. Der Name verweist auf die Wenden, die hier einst wohnten. Hier machten die Taucher des Tauchsportklubs Adlershof im ProSport24 e.V. vor dem Historischen Fährhaus eine interessante Entdeckung. In 2-3 m Tiefe entdeckten sie zufällig einige gut erhaltene Tassen, Teller und Kaffeekännchen der MITROPA. [mehr]


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