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Exponate im Sporttauchermuseum Berlin

Eigenbau-Unterwassergehäuse vorgestellt


Seit Hans Haas Ende der 1940iger Jahre die Unterwasserwelt einem breiten Publikum vorstellte, eiferten ihm überall in Deutschland begeisterte junge Leute nach. Mit selbstgebauten Tauch- und Kameraausrüstungen begannen sie die heimischen Seen und Flüsse zu erobern. Ausgangsmaterialien für die Kameragehäuse von damals waren Kochtöpfe, Milchkannen, Benzinkanister oder ähnliche Behälter. Eine Herausforderung der Unterwasserfotografen war es, die Fotoapparate und Filmkameras wasserdicht und den Anforderungen unter der Wasseroberfläche bedienerfreundlich zu gestalten. Viele dieser Eigenbaukonstruktionen blieben erhalten und sind heute im Sporttauchermuseum des Tauchsportklubs Adlershof ausgestellt.

Gehäuse für Movikon 16

Die Movikon K16 war eine 16 mm-Schmalfilmkamera der Fa. Zeiss Ikon AG (Dresden). Sie wurde seit 1936 gebaut. Mit einer Movikon K16 und einem selbstgebauten Gehäuse drehte Hans Hass im Jahre 1940 vor Curacao den Film-Klassiker „Pirsch unter Wasser“. Der Film gilt als einer der weltweit ersten Unterwasser-Naturfilme. Die Erstausstrahlung erfolgte 1942.




Im Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß ist das Eigenbau-UW-Gehäuse für die Movikon K16 ausgestellt. Das Messinggehäuse wurde wahrscheinlich in der Zeit zwischen 1945 -1950 von Franz Cech hergestellt. Cech hatte eine Vielzahl von Gegenständen für die Expeditionen des österreichischen Meeresforschers Prof. Dr. Rupert Riedl konzipiert. 1948/49 war Riedl unter anderem Leiter der ersten österreichischen Nachkriegsexpedition in Sizilien und in der nordafrikanischen Inselwelt („Unterwasser-Expedition Austria“). An der Nachkriegsexpedition nahm Cech als Techniker teil.


Gehäuse für AK 8

Im Sporttauchermuseum zu sehen ist ein Eigenbau-Gehäuse für die Schmalfilmkamera Pentacon AK 8. Die mit einem Federwerkaufzug ausgestattete Kamera war zu DDR-Zeiten eine beliebte Filmkamera. Zwischen 1953 – 1958 wurden vom VEB Zeiss Ikon Dresden in unterschiedlichen Varianten mit verschiedenen Objektiven hergestellt.


Gehäuse für Pentacon AK 8
Eigenbau-Gehäuse für Pentacon AK 8


Gehäuse für Pentaka 8

Im Sporttauchermuseum zu sehen ist ein Eigenbau-Gehäuse für die Schmalfilmkamera Pentaka 8. Es handelt sich um eine Schmalfilmkamera für Normal-8-Film, die ab 1958 beim VEB Kamera und Kinowerke Dresden produziert wurde. Das im Museum ausgestellte Gehäuse wurde von Eckart Richter im Jahre 1961 hergestellt.
Eigenbau-Gehäuse für Pentaka 8 aus dem Jahre 1961 von Eckart Richter


Gehäuse für Krasnogorsk 2

Die Krasnogorsk 2 ist eine 16-mm Schmalfilmkamera des sowjetischen Maschinenbauunternehmens KMZ (Krasnogorski mechanitscheski sawod = Krasnogorsker Mechanikfabrik). Die Krasnogorsk-Schmalfilmkameras wurden von 1967 bis 1991 produziert. Sie waren in der Taucherszene des Ostblocks wegen ihrer einfachen und robusten Konstruktion geschätzt. Die Gehäuse wurden im Eigenbau konstruiert.

Unter den Exponaten des Sporttauchermuseums Wendenschloß befindet sich der Umbau einer Krasnogorsk 2 von Kassette auf Filmspulen des Unterwasserfilmers Peter Scharf. Er leistete über viele Jahre hinweg bahnbrechende Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet tauchtechnischer Geräte und Zubehörs in der ehemaligen DDR.
Krasnogorsk-Umbau von Peter Scharf


Ausgestellt ist auch ein Eigenbau-Unterwassergehäuse des Polar- und Meeresforschers Dr. Martin Rauschert. Er gehört zu den ersten und aktivsten Unterwasserfotografen der DDR. Der Biologe erarbeitete wesentliche theoretische und experimentelle Grundlagen der Unterwasserfotografie und nahm an zahlreichen Expeditionen teil. Er leitete die Arbeitsgemeinschaft Unterwasserforschung bei der Deutschen Akademie der Wissenschaften der DDR und überwinterte in den Jahren 1980-82 und 1984-86 auf der Antarktisstation Bellingshausen. In der sowjetischen Antarktisstation war Dr. Rauschert auch für Taucherarbeiten und Bilddokumentationen zuständig. Eine Krasnogorsk hatte er auf seiner Überwinterung in der Antarktis im Gepäck.


UW-Gehäuse für Krasnogorsk 2 (Eigenbau: Dr. Martin Rauschert)


Gehäuse für Stereokamera Belplasca

Im Sporttauchermuseum zu sehen ist ein von Dr. Martin Rauschert konstruiertes Unterwassergehäuse für die Stereokamera Belplasca. Diese Kamera mit zwei im Augenabstand seitlich auseinanderstehenden Objektiven war eine Kleinbild-Präzisionskamera, die ab 1955 bis in die frühen 1960iger Jahre im VEB Belca Werk in Dresden produziert wurde. Die Belplasca ist ein beliebtes Sammlerobjekt. Angeblich sollen nur zwischen 5.000 und 8.500 Stück dieser Kamera gefertigt worden sein.


UW-Gehäuse für Stereokamera Belpasca (Eigenbau Dr. Martin Rauschert, 1956)


Ein weiteres Unterwasser-Gehäuse für die Belplasca war die sog. „Aquaplast“. Das aus einer seewasserbeständigen Aluminium-Legierung bestehende Gehäuse war mit Kunstharzkleber eingeklebten Griffen und ovalem Fensterflansch ausgestattet. An dem Gehäuse befand sich ein Stecker für das Kabel einer Vakuumblitzleuchte, die an einem Griff befestigt werden konnte (vgl. Jürgen Liebscher, Aquaplast – Ein UW-Gehäuse für die Stereokamera BELPLASCA in Poseidon 5/1963, S. 40).


Gehäuse für Weltaflex

Ebenfalls von Dr. Martin Rauschert konstruiert wurde ein Unterwassergehäuse für die Weltaflex, einer zweiäugigen Sucherkamera im Mittelformat 6 x 6. Die Weltaflex war eine Weiterentwicklung der Reflekta II aus dem Jahre 1954. Da es kein serienmäßig gefertigtes Unterwassergehäuse gab, mussten Gehäuse für den Taucheinsatz im Eigenbau konstruiert und hergestellt werden. Das im Sporttauchermuseum ausgestellte Eigenbaugehäuse stammt aus der Zeit vor 1960.


UW-Gehäuse für Weltaflex (Eigenbau Dr. Martin Rauschert, vor 1960)


Gehäuse für Meopta Admira

Die Admira war eine 16-mm Schmalfilmkamera, die seit 1937 von der tschechischen Firma Meopta gebaut und vertrieben wurde. Ein verbessertes Nachfolgemodell war die Admira 16 A Electric 1. Sie wurde Anfang der 1960iger Jahre bis 1968 produziert.


UW-Eigenbau-Gehäuse für die Kamera Meopta Admira 16 A Electric 1 von Peter Scharf (1961)


Das von Peter Scharf entwickelte Unterwassergehäuse besteht aus zwei halbkugelförmigen Schalen (aus 2-mm-Ms-Blech gedrückt) und einem zylindrischen Mittelteil. Ein Autoventil erlaubte durch Aufpumpen einen kleinen Überdruck zu erzeugen und die Dichte zu prüfen. Zur Stabilisierung konnten oben am Gehäuse zwei leicht zu demontierende Flügel angebracht werden, an denen auch Lampen befestigt werden konnten. Das Verändern der Blende erfolgte durch Gabelhebel, die Auslösung elektromechanisch über einen am rechten Handgriff angebrachten Schalter, der mit dem Daumen betätigt wurde. Die Entfernung wurde durch das am Deckel befindliche Handrad über Zahn- und Kegelränder eingestellt. Am Handrad wurde eine mit dem Brechungsindex umgerechnete Skala und eine Kurvenscheibe angebracht, die automatisch den Parallaxenausgleich am Rahmensucher einstellte. Das Gehäuse hat sich in Tiefen bis 30 m gut bewährt (vgl. Peter Scharf, Admira 16 mm unter Wasser in Poseidon 6/1962, S. 15).

Weitere Informationen zum UW-Gehäuse der Meopta Admira unter: Meopta Admira


Gehäuse für Praktisix

Die Praktisix war eine klassische einäugige Spiegelreflexkamera für das Mittelformat (6 x 6). Sie wurde im Jahre 1956 anlässlich der photokina eingeführt und in ihren ersten Versionen vom VEB Kamera-Werke Niedersedlitz von 1957 bis 1964 produziert. Mit der Praktisix wurde ein neuer Bajonett-Anschluss für Mittelformat-Objektive eingeführt (P6-Bajonett).


UW-Gehäuse für eine Praktisix (Eigenbau: Dr. Martin Rauschert)


Im Tauchermuseum befindet sich unter anderem ein von Dr. Martin Rauschert gebautes Unterwassergehäuse für die „Praktisix“ aus dem Jahre 1957. Das interessante an diesem Gehäuse sind die Veränderungen, die von Dr. Rauschert an der Kamera selbst vorgenommen wurden. Der Rollfilm des Formats 6 x 6 cm besaß nur 12 Aufnahmen, d.h. nach nur 12 Aufnahmen musste der Tauchgang unterbrochen werden, um aufzutauchen und den Film zu wechseln – ein aufwändiges Prozedere. Um dieses zu minimieren, konstruierte und baute Rauschert neben einem Balgennaheinstellgerät zur Erzielung von Nah- und Makroaufnahmen ohne Objektivwechsel eine Kassette, in der deutlich mehr Filmmaterial aufgenommen werden konnte. Dazu wurden 5 Rollfilme zusammengeklebt, wodurch nun 60 Aufnahmen ohne das lästige Filmwechseln gemacht werden konnten. Ein deutlicher Vorteil gegenüber den 36 Aufnahmen der Kleinbildkameras des Formats 24 x 36 mm.

Weitere Informationen zur Unterwasserkonstruktion der Praktisix unter: Praktisix

Die Praktisix war die Vorläuferin der Pentacon Six, die ab 1964 produziert wurde. Auch diese Kamera und deren Unterwasserkonstruktionen sind im Sporttauchermuseum ausgestellt.


Gehäuse für Pentaconsix TL

Die Pentacon Six TL war eine einäugige Spiegelreflexkamera für das Mittelformat (6 x 6), die in den Jahren 1969 bis 1990 hergestellt wurde. Sie ist eine Nachfolgeversion der seit 1964 produzierten Pentaconsix. Sie zeichnete sich durch ein geringes Gewicht, leichte Bedienbarkeit und eine hohe Zuverlässigkeit des Filmtransportes aus. Bei Unterwasserfotografen in der ehemaligen DDR war dieses Modell beliebt.


Pentaconsix Pentaconsix
UW-Gehäuse für die Pentaconsix TL (Eigenbau Otmar Richter, 1988)


Im Sporttauchermuseum ist ein im Jahre 1988 von Otmar Richter konstruiertes Eigenbau-Gehäuse für eine Pentaconsix TL ausgestellt. Der maßgeschneiderte Grundkörper für die Kamera wurde mit Hilfe von Bernd Papenfuß geformt und geschweißt. Tubus, Deckel, Blitzgehäuse und Schrägeinblick mit einem großen 60°-Prisma und einer Linse zur Vergrößerung des 6x6cm großen Sucherbildes sowie einer Schreibtafel für UW-Notizen sind aus PVC gefertigt und mit Calloplast geklebt. Der Schrägeinblickkörper war unter Wasser abnehmbar, um auch eine senkrechte Draufsicht auf das Sucherbild zu ermöglichen.

Weitere Informationen zur Unterwasserkonstruktion der Pentaconsix TL unter: Pentaconsix

Wer das Museum kennenlernen möchte, ist zu einem Besuch herzlich eingeladen. Da das Museum ehrenamtlich betrieben wird, wird aber um vorherige Anmeldung gebeten.




Kontakt:

Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß
c/o Tauchsportklub Adlershof im ProSport 24 e.V.
Wendenschloßstraße 420
12557 Berlin

Öffnungszeiten:
Donnerstags von 17-20 Uhr oder nach vorheriger Anmeldung (Tel.: 0170-3409148)



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