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Exponate im Sporttauchermuseum Berlin

Unterwasser-Gehäuse für die Kamera
"Meopta Admira 16 A Electric 1"


Die Admira war eine 16-mm Schmalfilmkamera, die seit 1937 von der tschechischen Firma Meopta gebaut und vertrieben wurde. Ein verbessertes Nachfolgemodell wurde, die „Admira 16 A1 (el.)“ wurde Anfang der 1960iger Jahre bis 1968 produziert.

Admira 16 A Elektric Technische Daten:
“Admira 16 A Elektric”
Meopta, Prerov / CSSR (1960)
Semiprofessionelle Schmalfilmkamera
Format: 16mm, Spulen: 30m
Objektiv: Openar f=20mm, 1:1,8 (6 Linser Anastigmat) 8,16, 24, 32 Billder / sec.
Betriebsspannung 6-8V (Akku oder Netzteil)

Da es kein serienmäßig gefertigtes Unterwassergehäuse gab, mussten Gehäuse für den Taucheinsatz im Eigenbau konstruiert und hergestellt werden. Eine besondere Herausforderung war es, die Bedienelemente dicht zu bekommen und geeignetes Material zu beschaffen. Der Durchblick für das Objektiv musste sowohl den Wasserdruck aushalten als auch gute optische Qualitäten haben.


Meopta Admira


Das im Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß ausgestellte Unterwassergehäuse wurde von Peter Scharf entwickelt und besteht aus zwei halbkugelförmigen Schalen (aus 2-mm-Ms-Blech gedrückt) und einem zylindrischen Mittelteil. Ein Autoventil erlaubte durch Aufpumpen einen kleinen Überdruck zu erzeugen und die Dichte zu prüfen. Zur Stabilisierung konnten oben am Gehäuse zwei leicht zu demontierende Flügel angebracht werden, an denen auch Lampen befestigt werden konnten. Das Verändern der Blende erfolgte durch Gabelhebel, die Auslösung elektromechanisch über einen am rechten Handgriff angebrachten Schalter, der mit dem Daumen betätigt wurde. Die Entfernung wurde durch das am Deckel befindliche Handrad über Zahn- und Kegelränder eingestellt. Am Handrad wurde eine mit dem Brechungsindex umgerechnete Skala und eine Kurvenscheibe angebracht, die automatisch den Parallaxenausgleich am Rahmensucher einstellte. Das Gehäuse hat sich in Tiefen bis 30 m gut bewährt (vgl. Peter Scharf, Admira 16 mm unter Wasser in Poseidon 6/1962, S. 15).

Gehäuse für Admira 16A Elektrik

Eigenbau von Peter Scharf (1961)
Material: Messing geformt
Besonderheiten am Gehäuse: Rahmensucher mit automatischer Kopplung zur Entfernungseinstellung für den Parallaxenausgleich.
An der Kamera: 1.Nachrüstung mit einem Revolver für drei Objektive. 2. Einbau eines halbdurchlässigen Prismas sowie eines Umlenkspiegels zur Projizierung des aktuellen Bildes in das Okular.

Damit wurde die Kamera zur vollwertigen Spiegelreflexkamera.
Admira 16 A Elektric

Eine Admira hatte auch der Polar- und Meeresforscher Dr. Martin Rauschert auf seiner Überwinterung in der Antarktis im Gepäck. Er berichtet in seinem Buch „Unter dem Eis der Antarktis: Tagebuch der Überwinterung eines Tauchers“ von Problemen des Einsatzes der Kamera in der eisigen Kälte der Antarktis:

„Für morgen will ich einige andere Unterwassergehäuse einsatzfähig machen, doch habe ich nur Pech. Die Kasnogorsk spult nicht auf und die Admira lässt sich so schwer ins Gehäuse setzen, dass es fast unmöglich ist. Man kann nicht richtig einstellen und im Gehäuse arretieren lässt sie sich auch nicht. Schließlich wollte ich noch eine Luftblase auf der durch zwei Gläsern zusammengesetzten Frontscheibe der Nahkamera durch Wärme zu vertreiben. Natürlich platzte mir die Scheibe dabei. Ich kämpfte mit meiner Technik bis gegen 1 Uhr. Nun Gute Nacht!“


Meopta Admira

Dr. Rauschert leitete die „Arbeitsgemeinschaft Unterwasserforschung“ bei der Deutschen Akademie der Wissenschaften der DDR. In den Jahren 1980-82 und 1984-86 überwinterte er auf der Antarktisstation Bellingshausen. In der sowjetischen Antarktisstation war der Biologe auch für Taucherarbeiten und Bilddokumentationen zuständig. Im Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß sind eine Vielzahl von Dr. Rauschert entworfenen und gebauten Geräten zu besichtigen.




Das Sporttauchermuseum befindet sich in den Vereinsräumen des Tauchsportklubs Adlershof im Pro Sport 24 e.V. in der Wendenschloßstraße 420 in Berlin-Köpenick. Wer das Museum kennenlernen möchte, ist zu einem Besuch herzlich eingeladen. Da das Museum ehrenamtlich betrieben wird, wird aber um vorherige Anmeldung gebeten.

Kontakt:

Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß
c/o Tauchsportklub Adlershof im ProSport 24 e.V.
Wendenschloßstraße 420
12557 Berlin

Öffnungszeiten:
Donnerstags von 17-20 Uhr oder nach vorheriger Anmeldung (Tel.: 0170-3409148)

Text/Fotos: Roger Blum und Otmar Richter



Bezirksbürgermeister Oliver Igel besuchte das Tauchermuseum Wendenschloß Vor ein paar Monaten zog es die Taucher des Tauchsportklubs Adlershof vor das Rathaus Köpenick. In Zusammenarbeit mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben befreiten sie die Dahme vor dem Rathaus von Schrott und Unrat. Nun hat der Hausherr des Rathauses, Bezirksbürgermeister Oliver Igel, dem Verein einen Besuch abgestattet. [mehr]

Exponate von der Unterwasser-Expedition Austria 1948/1949 Ende des Jahres 2014 erhielt das Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß eine Schenkung aus dem Nachlass von Franz Cech (geb. 13.5.1923, gest. 8.6.2002) aus Wien. Dieser hatte eine Vielzahl von Gegenständen für die Expeditionen des österreichischen Meeresforschers Prof. Dr. Rupert Riedl entworfen und hergestellt. 1948/49 war Riedl unter anderem Leiter der ersten österreichischen Nachkriegsexpedition in Sizilien und in der nordafrikanischen Inselwelt („Unterwasser-Expedition Austria“). [mehr]




Helmtauchen auf dem Grund der Dahme Bereits zweimal war der Helmtaucherverein Rostock e.V. zu Besuch beim Tauchsportklub Adlershof im ProSport 24 e.V. und präsentierte seine historische Helmtauchausrüstung. Interessierte Taucher konnten die Möglichkeit nutzen, vor dem Vereinshaus der Berliner Taucher einen Rundgang auf dem Grund der Dahme zu wagen. [mehr]

Sperrmüllsammlung unter Wasser - Taucher befreien den Urbanhafen in Kreuzberg von Müll Im Rahmen der NABU-Aktion „Gemeinsam für saubere Gewässer“ fanden sich am 3. September 2016 Ehrenamtliche des NABU sowie Taucher aus Berlin ein, um gemeinsam einen Teil des Landwehrkanals von Müll zu befreien und mit der Aktion auf die zunehmende Verschmutzung der Gewässer aufmerksam zu machen. [mehr]






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