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von Roger Blum

Tauchen in Brandenburg

Abtauchen im Westhavelland


Etwa 70 km westlich von Berlin befindet sich der Naturpark Westhavelland. Es handelt sich um das größte Schutzgebiet in Brandenburg und umfasst das größte mitteleuropäische Rast- und Brutgebiet für Wat- und Wasservögel im Binnenland. Eingebettet in die Niederung der Unteren Havel findet man hier eine wunderschöne Luchlandschaft mit kleinen Kanälen und Gräben. Sie wurden unter Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen im 18. Jahrhundert zum Zwecke der Entwässerung der Luchlandschaft und Urbarmachung des Havellandes gebaut.

Alter Rhinkanal


Alter Rhinkanal


Eine dieser Wasseradern ist der Alte Rhinkanal. Der kleine Kanal bietet eine interessante Flora und Fauna. Mannshohe Wasserpflanzen wiegen sich in der leichten Strömung. Sie sind das Versteck für Plötzen und Rotfedern. Das Ufer ist von Schilf und Seerosen geprägt. An den Stängeln kleben mehrere Zentimeter große Flussdeckelschnecken und im Wasser liegende Althölzer sind mit hellgrünen Süßwasserschwämmen bewachsen. Im Rhinluch ist auch die äußerst seltene Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) beheimatet.

Alter Rhinkanal

Alter Rhinkanal

Alter Rhinkanal


Nahe der Oberfläche im pflanzenbestandenen Uferbereich stehen Schwärme kleine Moderlieschen (Leucaspius delineatus), auch Sonnenfischchen, Zwerglaube oder Malinchen genannt. Der Name Moderlieschen ist etwas irreführend. Er ist nicht von Modder oder Schlamm abgeleitet, sondern kommt von „mutterlos“, weil der Laich manchmal am Fuß von Wasservögeln hängen bleibt und dann in andere Gewässer verschleppt wird, wo das Gelege dann mutterlos ist.


Rhinkanal

Rhinkanal

Rhinkanal


Der Grund des Alten Rhinkanals besteht aus festem Sand oder lockeren Treibsanden. Hier trifft man auf junge Kaulbarschbrut. Der Uferbereich ist teilweise von einem Felslitoral geprägt. Die Tiefe beträgt bei Michaelisbruch etwa 2 m. Das Wasser ist im Sommer recht klar und bietet schöne Fotomotive.

Alter Rhinkanal

Alter Rhinkanal

Alter Rhinkanal


Von Michaelisbruch führt der Alte Rhinkanal nach Dreetz zum Dreetzer See. In der Zeit des Vogelzugs nutzt eine Vielzahl von Wat- und Wasservögeln den Dreetzer See als Rastplatz. Hier leben auch Fischotter und Biber. Vor etwa 20 Jahren wurde ein Unterschutzstellungsverfahren für ein Naturschutzgebiet „Unteres Rhinluch/Dreetzer See“ eingeleitet, aber nicht abgeschlossen. Zu einer Festsetzung des Gebietes kam es nicht. Naturschutzrechtlich bestehen daher derzeit keine konkreten Vorgaben zum Baden und Tauchen. Aus Gründen des Artenschutzes sollte das Tauchen von der Badestelle aus erfolgen. Auf dem See ist eine kleine Plattform verankert, auf der Flussseeschwalben brüten. Störungen sollten vermieden werden. Die Schönheit des Dreetzer Sees liegt mehr über der Wasseroberfläche als darunter. Er ist recht nährstoffreich und die Sicht eingeschränkt.

Dreetzer See

Dreetzer See

Dreetzer See

Dreetzer See


Unweit von Dreetz befindet sich der Bückwitzer See. Er ist Teil des Naturschutzgebietes „Bückwitzer See und Rohrlacker Graben“. Auch dieser See ist leider sehr nährstoffreich. Aufgrund der Unterschutzstellung des Bückwitzer See sollte die Unterwasserwelt nur schnorchelnd oder nach vorheriger Genehmigung der zuständigen Behörde erkundet werden. Eine Einstiegstelle, die zum Baden freigegeben ist, befindet sich in Bückwitz.

Bückwitzer See

Bückwitzer See


Es wird berichtet, dass im Mai 1944 ein Flugzeug in den Bückwitzer See gestürzt sein soll. Das Wrack soll angeblich zu DDR-Zeiten in den 1980iger Jahren mit Ketten und Seilen aus dem See herausgezogen und zum Schrott gebracht worden sein. Leider ist nur sehr wenig überliefert. Es könnte sich um den am 24. Mai 1944 abgeschossene B-17G-35-BO (Seriennummer 42-31941) der 350. Bomber Squadron handeln. Die Maschine wurde westlich des Bückwitzer Sees von deutschen Jägern unter Beschuss genommen und ist abgestürzt. An Bord befanden sich Lindley L. Williamson (Pilot), James G. Dennis (Co-Pilot), Barwick O. Barfield (Navigator), William Carrillo (Bombenschütze), Lloyd K. Kouns (Bordmechaniker und Schütze), Charles B. Sewell (Funker), James O. Townsend jr. (Schütze), Walter Wisniewski (Schütze), Colbert W. Graham und Robert H. Andersen (Schütze).

Vor hier ist es auch nicht weit zur Kyritzer Seenkette, einer 22 km langen Seerinne, die sich fast geradlinig von Nord nach Süd über den Obersee (in dem die drei Seen Borker See, Salzsee, Stolper See aufgingen), den Bantikower See (Untersee) und den Klempowsee erstreckt. Hier leben 16 Fischarten und eine Vielzahl seltener Tiere wie Fischotter, Biber und Seeadler. Leider sind auch die Seen der Kyritzer Seenkette sehr nährstoffreich, so dass insbesondere in den Sommermonaten das Tauchen durch eingeschränkte Sicht getrübt sein kann.

Stolper See

Bantikower See

Stolper See Bantikower See (Untersee)


Alter Rhinkanal


Stand: August 2015


Flusstauchen in der Spree

Während einer Redaktionssitzung kam uns die Idee einen Strömungstauchgang im alten Spreearm zu unternehmen. Die Spree ist dort größtenteils naturbelassen und ein Paradies für Wasserwanderer. Unsere Tauchgangsplanung sah vor, uns von Hangelsberg ca. 4,3 km flussabwärts nach Mönchswinkel treiben zu lassen. Bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 25 bis 30 m/min hätte die Strecke ohne Flossenschlag in etwa 2,5 Stunden absolviert sein müssen. [mehr]

Tauchen am Karbuschsee

Der Große Karbuschsee gehört zum Köris-Teupitzer-Seengebiet. Er ist nur eine halbe Autostunde von Berlin entfernt. Hier trifft man mit etwas Glück auf Katzen- oder Zwergwelse (Ictalurus nebulosus). Diese schuppenlosen Fische werden 25 bis 45 cm lang. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa ausgesetzt. Mit den markanten 8 Barteln, davon 4 lange am Oberkiefer und 4 kurze am Unterkiefer, sind Katzenwelse ein schönes Fotomotiv. [mehr]

Heidi - Der Riesenwels aus dem Heidesee

Die Einheimischen berichten von einem 1,5 bis 2 m langen Wels im Heidesee bei Halbe (Brandenburg). Gleich dachte ich an die schaurigen Geschichten aus der Klatschpresse. Ob „Kuno“, der Riesenwels aus Mönchengladbach, der einen Dackel verspeist haben soll, „Rheinhard“, das Krokodil aus dem Rhein, oder „Schnappi“, bei dem sich die Presse nicht einig war, ob es sich um ein Krokodil oder einen Riesenwels handelte – alljährlich heißt es: Alarm im Badesee! Nun also hat das kleine Städtchen in Brandenburg, auch seinen Monsterwels. [mehr]

Der Heidesee bei Halbe (Brandenburg)

Ein weiteres interessantes Tauchgewässer in der Region der Teupitz-Köriser-Seenkette ist der Heidesee in Halbe. Der 7,8 ha große See ist der Größte einer Gruppe von ehemaligen Tonstichen, die sich nordwestlich von Halbe befinden. Man erreicht ihn am besten mit Auto über die Autobahn A13 (Anschlussstelle Teupitz/Halbe). Er ist ein beliebter Badesee, der im Sommer von Groß und Klein zum Schwimmen, Sonnenbaden und Relaxen aufgesucht wird. [mehr]

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