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Tauchen in Brandenburg

Tauchen im Heidesee bei Halbe


Südlich von Berlin und Königs Wusterhausen befindet sich der Naturpark Dahme-Heidesee. Er ist geprägt von ausgedehnten Waldgebieten und mehr als 100 Seen, darunter die Dahmegewässer mit der Teupitz-Köriser-Seenkette. In den Wäldern befinden sich eine Vielzahl idyllischer Waldseen, z.B. der Tonsee bei Klein Köris, der Pätzer Tonsee, der Krumme See und der Große Karbuschsee.

Heidesee

Heidesee


Ein weiteres interessantes Tauchgewässer der Region ist der Heidesee in Halbe. Der 7,8 ha große See ist der Größte einer Gruppe von ehemaligen Tonstichen, die sich nordwestlich von Halbe befinden. Man erreicht ihn am besten mit Auto über die Autobahn A13 (Anschlussstelle Teupitz/Halbe).


Der Heidesee ist ein beliebter Badesee, der im Sommer von Groß und Klein zum Schwimmen, Sonnenbaden und Relaxen aufgesucht wird. Am Badestrand gibt es eine gastronomische Versorgung (Café del Mar), Park- und Campingmöglichkeiten sowie überraschend saubere Sanitäreinrichtungen (Stand August 2014). Die Badestelle ist auch der beste Einstieg fürs Tauchen.

Heidesee bei Halbe Heidesee bei Halbe Heidesee bei Halbe

Der Seegrund fällt relativ flach ab. Die mittlere Seetiefe beträgt 7 m; die Maximaltiefe zwischen 24 und 26 m. Der Bereich bis 4 m Wassertiefe ist dicht mit Wasserpflanzen bewachsen. Es dominiert Glänzendes Laichkraut und Hornblatt mit seinen oft rötlich gefärbten Stengeln. Auffällig sind die vielen Hechte, die im Pflanzengürtel auf ihre Beute lauern. Im Freiwasser trifft man auf große Barschschwärme und auf dem Grund auf Amerikanische Flusskrebse. Wenn man vom Badestrand aus ins Wasser geht stößt man auf etwa 5 m Tiefe auf ein versunkenes Tretboot. Einige Meter dahinter befindet sich eine Taucherplattform.


Europäischer Wels (Silurus glanis)

Europäischer Wels (Silurus glanis) im Heidesee


Der Heidesee ist eine ehemalige Tongrube. Sie wurde im Jahre 1817 in Betrieb genommen. Der Tonabbau erfolgte bis 1912 als Wasser einbrach und die Grube dann geflutet wurde. Wie auch in den anderen Tonseen der Region findet man auf dem Seegrund noch Überreste aus der Zeit des Tonabbaus, u.a. Gebäudereste, Schienen und Loren.

Im nordwestlichen Teil des Sees stießen wir in 10 m Tiefe in der Dunkelheit des Sees auf Mauerreste. Es musste sich um die Ruine des versunkenen Gebäudes handeln, von denen ich schon gehört hatte. Das zweistöckige Backsteinhaus soll eine Abmessung von 12 x 12 m haben. An einer anderen Stelle des Sees sollen noch ein Maschinenhäuschen aus Holz sowie Schienenreste und Loren zu finden sein.


Auch Munitionsreste und Ausrüstungsgegenstände aus dem 2. Weltkrieg sind in den Waldseen häufig zu finden. Die Region um Halbe erlangte traurige Berühmtheit als eine der letzten Schlachtorte des 2. Weltkriegs. Hier wurden nach dem Zusammenbruch der 9. Armee die kaum noch kampffähigen Reste durch Truppen der Roten Armee eingeschlossen. Bei der als „Kessel von Halbe“ bekanntgewordenen Schlacht kamen in der zweiten Aprilhälfte 1945 etwa 60.000 Menschen ums Leben. Ein Großteil der Gefallenen ist auf dem Waldfriedhof Halbe begraben.

Kriegsgräberstätte Halbe Kriegsgräberstätte Halbe Kriegsgräberstätte Halbe
Kriegsgräberstätte Halbe

Text und Fotos: Roger Blum

Quelle: Katrin Bischoff: „Haus im See – Taucher finden bei Halbe die Ruine eines versunkenen Gebäudes“ in Berliner Zeitung vom 27.4.2010, Nr. 97.




Der Tonsee - Relikt des Berliner Baubooms (Brandenbrg) Der 12 ha große See entstand aus einer ehemaligen Tongrube, die um 1860 angelegt wurde und den Rohstoff zur Ziegelproduktion in Klein Köris lieferte. Der Tonabbau bescherte dem Gebiet am Ende des 19. Jahrhunderts einen ernormen wirtschaftlichen Aufschwung. Da infolge des Baubooms in der sich entwickelnden Hauptstadt Berlin enorme Mengen an Ziegelsteinen benötigt wurden, entstanden hier eine Vielzahl von Tongruben, Ziegeleien und Kiesgruben. Allein in der Tongrube bei Pätz wurden um 1910 jährlich 25 Millionen Ziegelsteine produziert. Sie wurden mit Lastkähnen über den Hölzernen See und die Schmölde nach Berlin verfrachtet. [mehr]

Heidi - Der Riesenwels aus dem Heidesee (Brandenburg) Die Einheimischen berichten von einem 1,5 bis 2 m langen Wels im Heidesee bei Halbe (Brandenburg). Gleich dachte ich an die schaurigen Geschichten aus der Klatschpresse. Ob „Kuno“, der Riesenwels aus Mönchengladbach, der einen Dackel verspeist haben soll, „Rheinhard“, das Krokodil aus dem Rhein, oder „Schnappi“, bei dem sich die Presse nicht einig war, ob es sich um ein Krokodil oder einen Riesenwels handelte – alljährlich heißt es: Alarm im Badesee! Nun also hat das kleine Städtchen in Brandenburg, auch seinen Monsterwels. [mehr]



Lancaster-Bomber bei Berlin entdeckt (Deutschland) Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte Reichmarschall Hermann Göring in einer Rundfunkansprache vollmundig erklärt: "Wenn auch nur ein feindliches Flugzeug unser Reichsgebiet überfliegt, will ich Meier heißen!" Nur wenige Jahre später legten alliierte Bomberverbände deutsche Städte in Schutt und Asche. So auch am Vorabend des Heiligen Abends des Jahres 1943. Einer von ihnen wurde von deutschen Nachtjägern südlich von Berlin abgefangen und stützte bei Motzen ab. [mehr]

Tauchen am Karbuschsee (Brandenburg) Der Große Karbuschsee gehört zum Köris-Teupitzer-Seengebiet. Er ist nur eine halbe Autostunde von Berlin entfernt. Hier trifft man mit etwas Glück auf Katzen- oder Zwergwelse (Ictalurus nebulosus). Diese schuppenlosen Fische werden 25 bis 45 cm lang. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa ausgesetzt. Mit den markanten 8 Barteln, davon 4 lange am Oberkiefer und 4 kurze am Unterkiefer, sind Katzenwelse ein schönes Fotomotiv. [mehr]

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