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Fische der Karibik

Was lebt im Roten Meer?


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Karibik vs. Rotes Meer

Zwei Tauchparadiese im Vergleich


Im letzten Sommer hatte ich das Glück, innerhalb eines Monats nach Ägypten und Kuba zu reisen. Danach wurde ich immer wieder gefragt, wo es, insbesondere in taucherischer Hinsicht, schöner sei. Diese Frage lässt sich aber nicht ohne weiteres beantworten.

Ein Vorteil Ägyptens ist auf jeden Fall, dass es nur 5 Flugstunden entfernt liegt. Des weiteren ist die Unterwassersicht dort weitaus besser als in der Karibik. Nirgendwo anders habe ich ein derart klares Wasser erlebt wie im Roten Meer. Überall leuchteten die bunten Farben der typischen Riffische, aber auch Makrelen, Barrakudas, Blaupunktrochen, Zackenbarsche, Riesenmuränen und Schildkröten sind keine Seltenheit.

Mein Lieblingstauchplatz war das aus zwei Rifftürmen bestehende Carless Reef, nördlich von Huarghada. Hauptdarsteller sind dort zweifellos die Riesenmuränen, von denen einige bis 2 Meter lang waren. Entlang des Riffs patrouillierten auch häufig Weißspitzenriff-Haie und im offenen Wasser wurden schon mehrfach große Hammerhai-Schulen beobachtet. Leider habe ich nur einen einzigen Weißspitzenriff-Hai gesehen. Ärgerlich ist es deshalb, weil zwei Freunde von mir einige Tage später dort gleich mehreren dieser eleganten Räuber begegneten. Ich hatte, müde von einem Ausflug nach Kairo, diese morgendliche Bootsausfahrt verschlafen.

Ob man die Sphinx und die weltberühmten Pyramiden von Giseh unbedingt gesehen haben muss, sollte jeder für sich entscheiden. Ich habe einen Tagesausflug nach Kairo unternommen und den Fehler gemacht, dafür zu zahlen, eine Pyramide zu betreten. Nur in gebückter Stellung kann man den Gang entlanggehen, der ins Innere der Pyramide führt. Nach fast 10 Minuten Kriechen im stickigen Dunkel und schon leicht von Klaustrophobie erfasst, erreichte ich die Grabkammer. Dort stand ein alter Ägypter, der mir eine Taschenlampe gab. Der Raum war leer. Noch nicht einmal Reliefzeichnungen waren vorhanden. Natürlich forderte der alte Herr, „unaufdringlich“ wie die meisten Einheimischen, ein ordentliches Bakschisch.

Diese Aufdringlichkeiten wird man auf Kuba nicht erleben. Der Dollar ist dort zwar auch sehr begehrt, aber man kann für sein Geld noch eine gewisse Leistung erwarten. Getaucht habe ich an den der Halbinsel Varadero vorgelagerten Riffen. Diese weisen einen völlig anderen Charakter als die Korallenriffe des indo-pazifischen Raums auf. Während hier die Riffe mit strauchartigen Gorgonien und vor allem riesigen Schwämmen bestanden sind, herrschen im Roten Meer große Platten der Tischkoralle Acropora, Hirschhorn- und Lederkorallen vor.

Der meiner Meinung nach schönste Tauchplatz ist das Wrack der „Canonera“. Das Kriegsschiff russischer Bauart befindet sich an einer der östlich von Varadero vorgelagerten Cayos - Inselchen - und liegt auf etwa 30 m Tiefe. Es ist noch neu und in bestem Zustand. Schon von weitem sieht man das mächtige Drehgeschütz am Bug und die Raketengeschosse. Hat man sich erst durch die heftige Strömung vorwärts gekämpft, macht es keine Schwierigkeiten, in das Innere des Wracks einzudringen und die Treppenaufgänge hinabzutauchen, um sich z.B. die Mannschaftsräume anzuschauen.

Ein weiteres interessantes Erlebnis hatte ich mit einem etwa zweieinhalb Meter langen Ammenhai. Ich entdeckte das Tier unter einem Riffvorsprung. Als ich mich ihm langsam von vorn näherte, um ihn zu fotografieren, bemerkte ich an seinen Bewegungen, dass er unruhig wurde. Das war auch kein Wunder, denn einige Taucher bedrängten ihn von hinten und ich versperrte ihm seine Fluchtmöglichkeit. Schnell stieg ich etwas auf. Genervt verließ der Hai seinen Unterschlupf und schwamm langsam weiter. Wir folgten ihm mit gewissen Abstand. Zwar gelten Ammenhaie als die Weichlinge unter den Haien, doch sollte man nicht vergessen, dass auch sie auf Störungen empfindlich reagieren und kräftig zupacken können. Als ihm ein eifriger Taucher den Weg abschnitt, drehte sich der mächtige Fisch plötzlich mit erstaunlicher Schnelligkeit blitzschnell um und schwamm mit kräftigem Flossenschlag auf uns zu. Eine geballte Ladung Energie ist plötzlich in dem eben noch so phlegmatisch blickenden, träge, schlafend scheinenden Ammenhai freigeworden. Es gibt nicht viele aufregendere Erlebnisse, die dem gleichkommen, wenn solch Muskelpaket auf einen zusteuert! Von dem Treiben angelockt, versammelten sich einige neugierige Picudas - Barrakudas. Aufmerksam beobachteten sie mit ihren großen Augen das Geschehen in „ihrem“ Revier.

An der Küste Kubas traf ich auch häufig auf fette Muränen, Rochen und große Zackenbarsche. Überall schauten die Antennen von Langusten aus den felsigen Nischen. Nicht selten fand ich die armen Tiere wenig später auf dem Teller wieder. Dennoch muss gesagt werden, dass der Artenreichtum der Karibik nicht mit dem des Roten Meeres mithalten kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich das Tauchboot nur selten von der Küste entfernt, da ansonsten eine Genehmigung der Küstenwache eingeholt werden muss, was das sozialistische Regime unter Fidel Castro (spätestens seit den letzten Flüchtlingswellen) für notwendig erachtet. Vorteilhaft ist dabei, dass - im Gegensatz zu Ägypten - die meisten Riffe vom Tauch-Boom noch weitgehend verschont blieben.

In taucherischer und finanzieller Hinsicht ist zwar Ägypten eindeutig Kuba vorzuziehen, doch verbringt man ja die meiste Zeit nicht unter Wasser... Das satte Grün der Palmen, die leuchtend roten Blüten der Flamboyantbäume, Rum, Salsa, lächelnde Menschen und karibische Lebensfreude waren für mich mindestens ebenso schön wie die einzigartige Unterwasserwelt des Roten Meeres.

Erstveröffentlichung in „Adlershofer Flossenblätter“ Ausgabe 37/2000.


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