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von Steven Blum

Tauchen in Ägypten

Hurghada - Abtauchen im Roten Meer


Die Unterwasserwelt Ägyptens ist einzigartig und wunderschön. Artenreiche Korallenriffe, Steilwände und bodenlose Drop Offs, Strömungstauchgänge und Tauchen an Wracks. Kein Wunder, dass das Land der Pharaonen mit zu den schönsten Tauchplätzen der Welt zählt. Leider haben die Riffe vor Hurghada durch die ankernden Boote der Tauchtouristen, die hohe Anzahl durchgeführter Tauchgänge mit teilweise schlecht ausgebildeten Sporttauchern und das mangelnde Umweltbewusstsein der einheimischen Bevölkerung schweren Schaden genommen.

Seit den 1980er Jahren entwickelte sich Hurghada zu einem der beliebtesten Reiseorte für europäische Touristen. Der Badeort wurde ein Massenreiseziel, vor allem für Besucher aus Deutschland, England und Russland. Im vergangenen Jahr (2014) kamen knapp drei Millionen Russen und eine Million Deutsche in das Land am Nil, viele angelockt von günstigen Pauschalangeboten. Dabei entwickelte sich die Touristenhochburg auch zur geschäftigsten Tauchdestinationen weltweit. Kein Hotel ohne Tauchbasis, das Tauchausfahrten zu sehr günstigen Preisen anbietet.




Das Thermometer zeigt 32 Grad, keine einzige Wolke steht am Himmel. Das Wasser des Meeres schimmert türkis und ist kristallklar. Wir befinden uns am Tauchplatz GOTA ABU RAMADA, auch bekannt als „Aquarium“. Das ellipsenförmige Riff liegt etwa eine Stunde von Hurghada mit dem Schiff aus entfernt vor den Giftun Inseln und ist nicht besonders tief (10-15 m). Im Roten Meer rund um Hurghada braucht man etwas Glück, um mal einen Adlerrochen anzutreffen. Wir hatten dieses Glück bereits beim ersten Tauchgang.




Am FANOUS WEST führt ein Kanal durch die Riffwand zu einer 9 m tiefen Lagune und einem Korallengarten bei 12-14 m. Dort befinden sich zwei größere Ergs und viele vorgelagerte Korallentürme, an denen Unmengen der typischen Riffische vorkommen. Anemonenfische, auch Clownfische genannt, leben zum Schutz vor Raubfischen in enger Symbiose mit Anemonen. Beim Fehlen von Anemonen kommen auch andere Nesseltiere wie großpoloypige Steinkorallen, Weich- oder Lederkorallen als Symbiosepartner in Frage.


Rotmeer-Anemonenfisch (Amphiprion bicinctus) auf der Jagd


Ein Schlangenaal windet sich durch den Korallengarten auf der Suche nach Beute. Man kann Schlangenaale von Seeschlangen, mit denen sie häufig verwechselt werden, leicht unterscheiden, da sie keine Schuppen, aber Kiemenöffnungen besitzen. Sie sind mit den Muränen sehr nahe verwandt und haben auch Riechröhrchen, die aber stets nach unten gerichtet sind. Außerdem ist ihr Maul unterständig.


Gefleckter Schlangenaal (Myrichthys maculosus) auf der Jagd


Absoluter Höhepunkt des Tauchgangs war ein Pärchen Zwerg-Flügelrossfische (Eurypegasus draconis), auch als Kleines Flügelross oder Kleiner Flügeldrache bekannt. Die eigentümlichen Fische besitzen eine auffällige, lang ausgezogene und röhrenförmige Schnauze und zu Flügeln umgewandelte Brustflossen.


Zwerg-Flügelrossfisch (Eurypegasus draconis)


Einen weiteren kleinen, skuril aussehenden Fisch traf ich am längsten Nordsüdriff vor Hurghada - am Fanadir. Parallel zum 12-15 m tiefen Hauptriff, zieht sich ein Plateau bis auf eine max. Tiefe von 23 m entlang, gefolgt von einem Drop Off. Hier am südlichen Tauchplatz EL FANADIR SOUTH traf ich auf einen Anglerfisch. Gut getarnt warten die fransigen Gesellen auf Beute. Dazu nutzen diese schuppenlosen Fische einen zur Angel umfunktionierten Flossenstrahl mit Aufsatz, der wie ein kleiner Wurm aussieht. Diese Angel mit "Köder" wedelt der Anglerfisch vor dem Kopf hin und her. Will sich ein Fisch die Beute schnappen, wird er - ZACK - selbst zur Beute.





Neben diesen Critters, wie Taucher diese kuriosen Meeresbewohner nennen, bieten aber auch Stachelhäuter und die vielen, in die Korallen gewachsenen, Riesenmuscheln schöne Fotomotive.

Die Riesenmuscheln sind auch unter dem Namen „Mördermuscheln“ bekannt, weil sie bei Berührung "zuschnappen". Die Schließbewegung der Muscheln ist aber recht langsam, so dass die Gefahr "gefangen" zu werden sehr gering ist. Ein tödlicher Unfall wird aus den 1930er Jahren berichtet, als man auf den Philippinen einen Perlmuscheltaucher mit der Hand in einer ca. 160 kg schweren Riesenmuschel eingeklemmt tot auffand. Nach der Bergung fand man eine große Perle in seiner Hand, welche offensichtlich von der Muschel stammte.



Haarstern Riesenmuschel (Tridacna maxima) Ägyptischer Seestern (Gomophia egyptiaca)


Kaum hundert Meter von den Hotelstränden entfernt, liegt im Neuen Hafen von Hurghada in einer Tiefe von max. 10 m das Wrack der Balena. Das ehemalige Tauchsafariboot ist vor einigen Jahren unter ungeklärten Umständen ausgebrannt und sank innerhalb von nur drei Stunden. Bis zum heutigen Tag konnte die Ursache des Brandes nicht eindeutig geklärt werden. Das Wrack ist auch von der Wasseroberfläche aus beim Schnorcheln problemlos zu erkennen. Die Oberkante der erhaltenen Aufbauten liegen in nur 3 Metern Tiefe und werden von einem großen Schwarm Barrakudas bewacht. Wie Dutzende silbriger Nadeln umkreisen sie das Wrack und schwimmen durch die oberen Aufbauten.





Während sich auf dem Sandboden zahlreiche Blaupunktrochen, Sepien und Muränen verstecken...

Blaupunktrochen (Taeniura lymna) Hauben-Sepia (Sepia prashadi) Graue Muräne (Gymnothorax griseus)


... bevölkern den Rumpf eine Vielzahl farbenprächtiger Nacktschnecken. Die Arten wechseln alle Monate, sind aber immer recht zahlreich. Man kann hier schöne Exemplare wie die gelbgefleckten Prachtsternschnecken Risbecia pulchella und Goniobranchus annulatus beobachten, die sich auf dem ersten Blick sehr ähneln. Doch während die Grundfärbung der G. annulatus komplett weiß ist, besitzt die R. pulchella ein Muster aus 'verschmierten' lila Flecken und Linien. Weiterhin fehlt ihr der charakteristische purpurrote Ring um die Kiemen und Fühlerpaare der G. annulatus.


Prachtsternschnecke (Risbecia pulchella) Prachtsternschnecke (Goniobranchus annulatus)


Alle Tauchpätze werden von Euro Divers angefahren. Die Basis in Hurghada ist im Grand Hotel integriert.





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Was lebt im Roten Meer?



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