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Schatztauchen

Der Jahrhundertschatz - Mel Fisher entdeckte vor 30 Jahren das Wrack der "Atocha"


Mel Fisher (1922 – 1999) gilt als der berühmteste Schatzsucher der Welt. Unermüdlich bis hin zur Besessenheit widmete er sich der Suche nach versunkenen Schätzen vor der Küste Floridas. Gemeinsam mit Kip Wagner suchte er bei Sebastian südlich von Cap Canaveral die versunkene spanische Silberflotte von 1715. Sie waren erfolgreich und bargen spanische Golddublonen, Silberpiaster, Silberbarren und eine Vielzahl kostbarer Schmuckstücke. Der Gewinn aus der Unternehmung ermöglichte Mel Fisher dann die Finanzierung seines großen Traumes: Der Suche nach der "Nuestra Senora de Atocha".

Pieces of Eight Pieces of Eight

Im Jahre 1622 gehörte die "Atocha" zur "Tierra Firme"-Flotte, die dem spanischen König Philip IV. unermessliche Schätze der Neuen Welt bringen sollte. Die „Atocha“ war das Prunkstück der Flotte. An Bord der Galeone befand sich ein sagenhafter Gold- und Silberschatz.

Insgesamt 16 Jahre lang suchten Mel Fisher und sein Team vor der Küste Floridas nach dem Schatzschiff. Das obligatorische "Today´s the day!" ("Heute ist der große Tag!") war das Motto von Mel Fisher´s jahrzehntelanger Suche. Vor genau 30 Jahren – am 20. Juli 1985 - war es dann schließlich so weit. Die Taucher fanden den Hauptrumpf der Galeone. Sie bargen mehr als 900 Silberbarren, ca. 127.000 Silbermünzen, etwa 120 kg Gold, mehr als 700 Smaragde und 250 weitere Edelsteine sowie hunderte Schmuckstücke und nautische Geräte. Er gilt zu Recht als der "Jahrhundertschatz". Die abenteuerliche Suche wurde mit "Dreams of Gold" verfilmt.

Literatur:

Angus Konstam, "Schätze auf dem Meeresgrund – Atlas versunkener Schiffe", S. 116 ff.
Günter Lanitzki, "Schatztaucher", S. 60 ff.
Mark Schrörs, "Schatztauchen – Versunkenen Reichtümern auf der Spur", S. 24 ff.
Kip Wagner, L.B. Taylor, "Millionen auf dem Meeresgrund – Moderne Schatzsuche vor Florida"






Rechtstipps für Sondengänger und Schatztaucher
Der Normzweck des Fundrechts ist es einerseits, die Eigentumsrechte des Verlierers zu schützen, andererseits für den Fall, dass der Verlierer unbekannt bleibt, einen originären Eigentumserwerb des Finders zu ermöglichen und damit die Eigentumsordnung zu bereinigen. Dazu wurde ein gesetzliches Schuldverhältnis mit Anzeige- und Erhaltungspflichten geschaffen und es findet sich ein besonderer Tatbestand des Eigentumserwerbs an Fundsachen im Sachenrecht des BGB. Das bürgerlich-rechtliche Eigentumsrecht wird in einigen Bundesländern durch das öffentlich-rechtliche Denkmalschutzrecht verdrängt. Die Denkmalschutzgesetze enthalten teilweise eine Regelung - das sog. Schatzregal - der das Eigentumsrecht am Schatzfund dem Staat zuweist. Nachfolgend sollen Fund, Schatzfund und der denkmalschutzrechtliche Fundbegriff vorgestellt und voneinander abgegrenzt werden sowie die Rechtsbeziehungen zwischen den Beteiligten erörtert werden. [mehr]


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