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Was lebt im Mittelmeer?
Fische des Mittelmeers

Türkei

Kas - Zweitausend Jahre in sieben Tagen

Der kleine Fischerort ist bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Sowohl über als auch unter Wasser findet man Relikte aus längst vergangen Zeiten. Kas und seine Umgebung genießt zu Recht den Ruf eines wahren Taucherparadieses. Üppig bewachsene Riffe, imposante Steilwände und ein beachtlicher Fischreichtum bestimmen die mehr als 40 Tauchplätze rund um den Ort. Die Bootsausfahrten führen zu abwechslungsreichen Plätzen mit unterschiedlichen Tiefen und Schwierigkeitsgraden.

Hier trifft man auf Brassen, fette Zackenbarsche, Barrakudaschwärme und Bernsteinmakrelen, auf elegant dahingleitende Adler- und Stechrochen sowie auf winzige bunte Nacktschnecken. Mit etwas Glück trifft man auf Delphine, Robben und Schildkröten.

Meeresschildkröte

Fadenschnecke


Tauchgänge vor Kas gleichen einer Zeitreise in die Vergangenheit. Überall findet man große Amphoren, manche davon einen Meter dick und zweitausend Jahre alt. Die Amphorenfelder dienen nicht selten als Unterschlupf für Muränen und Oktopusse.

Oktopus


Wir tauchten sowohl an antiken als auch an jüngeren Wracks. Doch der Abstieg in die tiefste Vergangenheit, zum 3.400 Jahre alten Wrack der „Uluburun“ ist leider versperrt, denn dort, wo Archäologen unter anderem das goldene Siegel der ägyptischen Königin Nofretete fanden, herrscht Tauchverbot.

Der bekannteste und zugleich anspruchvollste Tauchplatz ist das Flugzeugwrack eines italienischen Bombers, der hier während des Zweiten Weltkriegs abstürzte. Das Flugzeug liegt am sanft abfallenden Meeresboden und taucht langsam aus dem Blau in 63 Metern Tiefe auf. Gut erkennt man die drei Motoren mit ihren Propellern.


Noch näher an die Gegenwart bringt uns das 60 Meter lange Wrack des 1956 gesunkenen Baumwollfrachters, der heute in einer Tiefe zwischen 25 und 40 Metern liegt. Das Vorschiff ist stark zerstört, das Achterschiff hingegen gut erhalten. Rings um das Wrack ragen herrlich bewachsene Steilwände eindrucksvoll in die Höhe.

Tauchen ist aber längst nicht alles. Trotz der wunderschönen Tauchplätze lässt das Alternativprogramm in Kas und Umgebung sehr viel Platz für Individualisten. Angefangen von einer Klettertour in der atemberaubenden Schlucht von Saklikent, dem Baden in der Sandbucht von Kaputas, dem Umherstöbern zwischen antiken Ruinen von Xanthos, dem Besuch von Myra mit seinen alten Felsengräbern bis zu einem wunder-schönen Barbecue-Abend am Strand – Kas bietet für jeden etwas. Kerstin bringt es auf den Punkt, wenn sie schreibt: „Ferien in Kas, das sind Wracks, Schildkröten, Delphine, Nacktschnecken, Höhlen, 50 Meter, 60 Meter..., Robben, Gräber, Schluchten, Berge, Schnee, Folklore, Meer, Ausbildung, Amphoren, Freunde, Wasserfälle, Segelboote, Sonne, Fliegen, Schwimmen, Tauchen, Minarette, Melonen, Wasserpfeife, Efes, Raki, Hamam, Bauchtanz, Amphitheater, Zedern – SPASS!“

(Erstveröffentlichung in „Adlershofer Flossenblätter“ Ausgabe 61/2005)


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Der bucklige Bomber von Kas

Ein dreimotoriger Mittel-streckenbomber der italienischen Luftwaffe liegt in türkischen Gewässern vor der Küste von Kas. Die Maschine ist vom Typ Savoia Marchetti SM 79 I „Sparviero“ (“Sperber”), einer der erfolgreichsten Jagd-torpedobomber des Zweiten Weltkriegs, und liegt in einer Tiefe von 57 bis 71 m. [mehr]

Das Uluburun-Wrack

Der „Verein zur Erforschung der Seefahrtsgeschichte“ im südtürkischen Kas hat das Projekt „Wiedergeburt eines Hafens aus der Bronzezeit und Unterwasser-Arkeo-Park“ ins Leben gerufen. Dazu wurde unter wissenschaftlicher Aufsicht binnen 40 Tagen eine Rekonstruktion des antiken Schiffes „Uluburun II“ gebaut und versenkt. [mehr]

Unterwasserwelt Türkei

Da man in den meisten türkischen Tauchgebieten wie Kas und der Bucht von Antalya nur selten auf Großfische treffen wird, sollte man sich die Zeit nehmen, um mehr auf die kleinen Wirbellosen zu achten. Unzählige Röhren-würmer und Nacktschnecken bevölkern die schroffen Felswände und bieten für Makrofotografen ideale Motive. [mehr]

Unterricht im Tauchanzug

Im Juni begleitete ich eine Gruppe Schülerinnen und Schüler des Philippe-Cousteau-Gymnasiums auf ihrer Projektwoche in die Türkei. Anstatt im stickigen Klassenzimmer über Büchern zu brüten, fuhren die Schüler an die türkische Ägäis, um dort ihren Tauchschein zu machen. [mehr]


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