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Was lebt in der Karibik?

von Roger Blum

Tauchen in Grenada

Tauchen am Wrack der „Veronica L.“


Grenada gehört mit seinen palmengesäumten Stränden, türkisblauen Wasser und tropischen Regenwald im Landesinneren zu einer der schönsten Inseln der Kleinen Antillen. Sie ist die südlichste Insel der Kleinen Antillen und blieb bisher vom Massentourismus verschont. Der Inselstaat gilt als das Wracktauchdorado in der Karibik. Mehr als ein Dutzend Wracks liegen um die gerade einmal 34 km lange und 18 km breite Insel.


Grenada Grenada Grenada

Ein beliebtes Tauchziel ist das Wrack der „Veronica L.“. Der kleine, etwa 40 m lange Frachter sank vor einigen Jahren unweit des Hafens der Inselhauptstadt St. George´s. Die „Veronica L.“ liegt in etwa 15 m Tiefe aufrecht auf dem Kiel auf dem Boss Riff. Das langestreckte Riff fällt bis auf 24 m Tiefe ab. Die Silhouette des Wracks hebt sich deutlich vom Blau des Meers ab. Das Wrack ist schnell umrundet.

Wrack der Veronica L Wrack der Veronica L

Deutlich zu erkennen ist die Brücke und der Ladekran sowie die am Bug befindliche Ankerwinsch und die Heckpoller. Der Laderaum ist leer. An Alltagsgegenständen fand ich eine alte Bierflasche, die bereits von Korallen eingebacken war. Das Wrack ist bereits von einer Vielzahl von Schwämmen und Korallen bewachsen und bietet einer Vielzahl von Fischen und Krustentieren Unterschlupf.

Wrack der Veronica L Wrack der Veronica L Wrack der Veronica L

Wenn man genau hinschaut findet man hier auch Schlangenaale und Seepferdchen.

Schlangenaal an der Veronica L Seepferdchen am Wrack der Veronica L
Schlangenaal (Myrichthys breviceps) Seepferdchen (Hippocampus erectus)


Über die Geschichte des Schiffes gibt es nur wenige Informationen. Soweit bekannt, wurde der Frachter in den Niederlanden gebaut und fuhr zunächst unter dem Namen “Illiation”. In den 1980iger Jahren wurde das Schiff in die Karibik überführt und in „Veronica L.“ umgetauft. Anfang der 1990iger Jahre wurde der Frachter beschlagnahmt. Da der Laderaum leer war, interessierte sich niemand für das Schiff. Es blieb vernachlässigt im Hafen von St. George´s liegen und rostete vor sich hin. Als im Jahre 2003 der neue Kreuzfahrtterminal errichtet wurde, war die „Veronika L.“ allerdings im Weg. Man entschied sich das Schiff aus dem Hafen zu ziehen und als künstliches Riff für Mensch und Natur zu versenken.

Die „Veronica L.“ ist einfach zu betauchen und eignet sich aufgrund der geringen Wassertiefe und geringen Strömung auch für Tauchanfänger. Den zweiten Tauchgang kann man am Tauchplatz „Northern Exposure“ unternehmen, der ebenfalls Teil des Boss Riffsystems ist. Der Tauchplatz ist äußerst fischreich.


Tipp: Das bekannteste Wrack vor Grenada ist die „Bianca C.“. Das 200 m lange Kreuzfahrtschiff der italienischen Costa Linie ist im Jahre 1961 vor St. George´s gesunken. Man nennt die Bianca C. auch „Titanic der Karibik“. Allerdings ist das Wrack wegen seiner tiefen Lage (es bei 48-52 m auf Grund) und der oft starken Strömung nicht für Anfänger geeignet.

Text und Fotos: Roger Blum
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