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Der B-17 Bomber von Calvi


Eines der bekanntesten Tauchplätze von Korsika ist der „Bomber von Calvi“. Es handelt sich um das Wrack eines B-17 G Bombers aus dem 2. Weltkrieg. Dieser Flugzeugtyp war der bekannteste amerikanische Bomber des 2. Weltkriegs. Man nannte die B-17 G auch „fliegende Festung“, denn sie war für ihre Stabilität und ihr Durchhaltevermögen bekannt. Sie konnte beinahe unglaubliche Schäden einstecken und trotzdem weiterfliegen.

Bomber von Calvi


Die vor dem Hafen von Calvi ruhende Maschine ist am 14. Februar 1944 unweit der Zidatelle abgestürzt. Die Maschine vom Typ B-17G-1-BO mit der Seriennummer 4231044 war in Foggia (Italien) stationiert. An Bord befanden sich 10 Personen: Kommandant Second Lt. Frank Chaplick, Co-Pilot Ward H. Skaggs, Navigator Thomas M. Cowell, Bombenschütze Armand C. Sedgeley, Funker Robert F. Householder sowie die Schützen Frank E. Bradley, Tony Duca, Orville F. Grilliot, George J. Murphy und Joseph P. Baron.

Bomber von Calvi

Bomber von Calvi


Ziel der Mission war das Eisenbahnkreuz von Verona. Doch bevor sie ihr Ziel erreichten wurde der Bomberverband von deutschen Jägern angegriffen. Die Maschine flog außen in der Formation. Sie wurde von den deutschen Flugzeugen vom Verband isoliert und unter Beschuss genommen. Die Jäger zerstörten einen der 4 Motoren und beschädigten die Kompressoren zwei weiterer Motoren der Maschine. Der Funker Robert F. Householder und der linke Frontschütze George J. Murphy starben bei dem Angriff. Der Bordschütze des unteren Turms war leicht, der Heckschütze Toni Duca schwer verletzt. Auch er überlebte nicht. Die Sauerstoffmasken des Piloten und des Navigators waren unbrauchbar geworden, der obere Turm funktionsunfähig. Das Flugzeug konnte sich nicht mehr selbst verteidigen und hätte weiteren Angriffen nicht standhalten können. In ihrem erbärmlichen Zustand konnte sie unmöglich ihren Stützpunkt erreichen. Die Maschine verlor ständig an Höhe. Also nahm Pilot Chaplick Kurs auf Korsika. Als sie Korsika erreichten arbeitete nur noch der rechte Motor. Leider war die Landebahn des Flugplatzes von Calvi für eine B-17 zu kurz und zudem vom Bergen umgeben. Chaplick unternahm einen erfolglosen Versuch die Maschine in Calvi zu landen. Als dieser missglückte, drehte er ab und entschloss sich zu einer Notwasserung. Es gelang ihm das Flugzeug aufs Wasser aufzusetzen, doch brachen dabei das Heck ab. Zwei Minuten trieb die Maschine auf den Wellen bis sie unterging. Die Überlebenden verließen den Rumpf und retteten sich in Rettungsflößen. Sie wurden vom Britischen Seenotrettungsdienst übernommen.

Bomber von Calvi

Bomber von Calvi


Heute liegt die B-17 auf etwa 25 m Tiefe auf dem Grund etwa 200 m vor dem Hafen von Calvi in Höhe der Zitadelle. Das Wrack ist noch recht gut erhalten und ein beliebtes Tauchziel. Die Flügel sind nahezu unversehrt. Deutlich zu erkennen sind auch die vier Motoren. Leider wurden die meisten Propellerblätter entfernt. Die Nase wurde beim Wassern und beim Aufschlag auf dem Meeresgrund zerstört. Das Cockpit mit seinen beiden Metallsitzen und den dazwischen befindlichen Instrumenten und Gashebeln ist noch recht gut erhalten. In Richtung offener See befinden sich in einiger Entfernung auf 27 m Tiefe die Reste des Hecks sowie ein Heckrad.

Aufgrund der relativ geringen Tiefe hat man genügend Zeit, um das Wrack genauestens zu erkunden. Man kann dann gemütlich zurück zur Bucht austauchen.

Fotos: Julia Walter

Quelle/Literatur: Kurt Amsler/Andrea Ghisotti, Wracks im Mittelmeer – Tauchführer, Jahr Verlag Hamburg (1995), S. 80 ff.



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