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von Roger Blum

Tauchen in Deutschland

Fische die auf Steine beißen?


Die Steinbeißer sind zurück



Nach dem Tauchgang heißt es oft: Hast Du den großen Hecht gesehen, den fetten Karpfen oder gar den riesigen Wels? Aber die Steinbeißer, nein die hatte ich nicht gesehen. Beim nächsten Tauchgang ließ ich mich nicht mehr von der heimischen „Großfischwelt“ ablenken und suchte den Boden ab. Und tatsächlich sah ich immer wieder etwas über den Grund huschen und kleine Sandwolken aufwirbeln. Bei genauem Hinschauen entpuppten sie sich als schlanke, etwa fingergroße Fische, die sich flink in den Sand einwühlen und nur mit dem Kopf hinausschauen – Steinbeißer.


Steinbeißer



Steinbeißer leben mehr im als auf dem Bodengrund und sind daher schwer zu entdecken. Die etwa 10 cm großen Fische haben eine gelbbraune Färbung mit vielen dunklen Flecken. Als sich mein Taucherauge aber endlich an sie gewöhnt hat, war ich überrascht, wie häufig sie vorkommen. Im Umland von Berlin habe ich Steinbeißer vor allem im Werbellinsee, Helenesee und Motzener See gesehen.


Steinbeißer



Noch vor einigen Jahren galt der Steinbeißer in Deutschland als stark bedrohte Art. Er wird im Anhang der FFH-Richtlinie geführt und ist damit eine Art von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen.


Steinbeißer



Steinbeißer werden auch Dorngrundeln genannt, da sich unter den Augen ein zweispitziger, aktiv beweglicher Dorn befindet, der schmerzhafte Stiche verursachen kann. Doch woher stammt der Name Steinbeißer? Auf Steine beißen die Fische wohl nicht. An ihrem unterständigen Maul haben sie 6 Barteln mit dem sie den kiesigen Sandboden durchwühlen. Dies sieht aus als „beißen sie auf die Steine“, was wahrscheinlich zu ihrer Namensgebung geführt hat.


Steinbeißer



Die Familie der Steinbeißer (Cobitidae) ist sehr vielgestaltig. In Deutschland ist Cobitis taenia ist die häufigste der vier hier vorkommenden Steißbeißer-Arten. Neben dem Steinbeißer Cobitis taenia lebt noch der Europäische Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis), der Donausteinbeißer (Cobitis elongatoides) und der Baltische Goldsteinbeißer (Sabanejewia baltica) in unseren Gewässern. Der Donausteinbeißer soll sich bis ins sächsische Elbeinzugsgebiet ausgebreitet haben, der Baltische Goldsteinbeißer bis an die Oder. Ich habe diese Arten bisher noch nicht gesehen, werde aber meine Augen offen halten.


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