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Was lebt im Roten Meer?




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Reisestornerung wegen Gefährdungslage
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von Roger Blum

Ägypten

Abtauchen am Zipfel der Sinai-Halbinsel


Mit monotonem Tuckern steuerte die „El Fatah Kuraiem“ die Straße von Tiran an. Fliegende Fische begleiteten das Boot. Die Straße von Tiran liegt am südlichen Ende des Golfes von Aqaba und wird im Westen von der Küste des Sinai und im Osten von der Insel Tiran begrenzt. Die Insel befindet sich zwar im Besitz Saudi-Arabiens, wird jedoch von Ägypten verwaltet. Hier befinden sich die Korallenriffe Jackson, Woodhouse, Thomas und Gordon. Sie sind nach den englischen Kartographen benannt, die im 19. Jahrhundert die erste Seekarte der Region zeichneten. Die Riffe gehören zu den spektakulärsten und eindrucksvollsten Tauchplätzen im nördlichen Roten Meer.


Interessante Motive für Fotographen bieten hier die rostigen Skelette zweier gestrandeter Schiffe. Auf dem Gordon Reef liegt die „Louilla“ und auf Jackson Reef das Wrack der „Lara“. Die „Lara“ ist ein 1956 in Deutschland gebautes und vom Stapel gelaufenes 4.752 GRT-Schiff. Auf ihrer letzten Fahrt im November 1982 fuhr der Frachter mit erheblicher Geschwindigkeit auf das Jackson Reef auf. Man vermutete hinter dieser Havarie einen Versicherungsbetrug, da das Schiff nur noch genau so viel Treibstoff an Bord hatte, dass es zum Riff kommen konnte. Angeblich wurde das Wrack noch zwei Jahre nach der Havarie von einem Matrosen bewohnt, der den Besitzanspruch des Eigners wahren sollte. Hierbei soll es sich um einen türkischen Seemann gehandelt haben, der mit einem Gewehr ausgerüstet war. Es kamen auch Gerüchte auf, dass es sich bei dem Schiff um einen Drogenumschlagplatz handelte. Der türkische „Drogenkönig“ an Bord geriet aber bei seinem Herrn in Vergessenheit, so dass er gezwungen war, Schiffsteile zu verkaufen, um sein Leben fristen zu können. Angeblich verließ er nach einiger Zeit das Schiff und arbeitet heute als Tauchguide in Sharm El Sheikh.

Wenig bekannt ist über die „Loullia“. Man weiß lediglich, dass der 107,55 m lange und 14,36 m breite Kahn in Panama registriert war und am 29. November 1981 auf das Gordon Reef auflief. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Aqaba nach Suez. Bei einem Tauchgang an der Ostseite des Gordonriffs sah ich auf einem ausgedehnten Plateau in ca. 20 m Tiefe weit verstreut Dutzende von alten Metallfässern über denen ein großer Schwarm Wimpelfische stand. Die Fässer waren zum Teil durchrostet und überwachsen. Der ausgelaufene Inhalt der Fässer war erstarrt und hat Zapfen gebildet.

Das Highlight dieser Reise erwartete mich an einem der lokalen Tauchplätze, am Far Garden in der Shark Bay. Ich hatte gerade einen schönen Tauchgang beendet und begann mit dem Auftauchen als plötzlich aus dem Blau zwei Delphine auf mich zu kamen. Offensichtlich handelte es sich um eine Mutter mit ihrem Jungen. Das Junge hielt sehr engen Kontakt zu seiner Mutter. So schnell wie sie aufgetaucht sind, waren sie aber auch schon wieder weg. Zwei Schläge mit der Flucke und sie waren aus dem Sichtfeld verschwunden. Dennoch ein unvergessliches Erlebnis! Vom Boot aus sah ich sie nochmals. Die Delphine schwammen ein paar Runden um unser Boot und zogen dann weiter.

Weitere interessante Tauchgänge unternahm ich am Ras Gozlani, Ras um sid, Ras Nasrani und natürlich am legendären Ras Mohammed mit seinen charakteristischen Steilwänden und enormen Fischschulen. Dieser Tauchplatz besteht im Wesentlichen aus zwei freistehenden Riffen, dem Shark Reef und dem benachbarten Jolanda Reef. Wie zwei Säulen ragen sie nebeneinander bis dicht an die Wasseroberfläche. An der Außenseite stürzen diese Riffe in die Tiefe ab. Hier traf ich auf Barrakudas, einen großen Napoleonfisch und dichte Wände von Schnappern und Fledermausfischen. Es war ein faszinierendes Erlebnis mitten in den Schwarm einzutauchen.

Die letzten Tauchgänge unternahm ich am Hausriff in der Na´ama Bay. Hier traf ich auf eine Schildkröte, Krokodilsfische, Muränen, Blaupunktstechrochen und auffällig gefärbte Nacktschnecken sowie einen großen Schwarm Barrakudas, der langsam um mich herum kreiste. An einem Morgen schwebten sogar drei Adlerrochen an mir vorbei. Hier sah ich auch erstmalig echte Perlaustern! Ich konnte dem Drang nicht widerstehen eine zu öffnen. Also löste ich sie vom Korallenblock und schlug sie mehrmals auf einen Korallenstein. Neugierige (oder hungrige) Lippfische wurden vom Geschehen angelockt. So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte die handgroße Muschel nicht öffnen. Es hätte mir sowieso keiner geglaubt, wenn ich im Muschelfleisch eine Perle gefunden hätte...

(Erstveröffentlichung in „Adlershofer Flossenblätter“ Ausgabe 49/2002)


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